» Ideenwettbewerb

Wie kommen die Soft Skills ins Studium?

Studierende unterschätzen die Bedeutung von Soft Skills wie Teamfähigkeit oder Rhetorik für den späteren Berufserfolg. Hochschulen wiederum bieten für den Erwerb dieser Qualifikationen zu wenig Schulungsangebote.

Zu dieser Einschätzung kammen die Teilnehmer des Soft-Skill-Wettbewerbs, den das Dr. Meyer Camberg Institut und das Karrierenetzwerk e-fellows.net von Oktober 2007 bis April 2008 ausgerichtet haben. 167 Studierende von 64 Hochschulen haben hierbei Vorschläge eingereicht, wie die Vermittlung sozialer Kompetenzen an Hochschulen verbessert und das Interesse der Studierenden an Soft Skills gesteigert werden kann.

Zentrale Vorschläge waren:

Hochschulen sollen ihr Angebot an Soft-Skill-Seminaren deutlich erweitern und dabei eigenständige Koordinationsstellen aufbauen, die die Kommunikation mit externen Trainern führen und das Soft-Skill-Angebot koordinieren. Zur Finanzierung sollen Einnahmen aus Studiengebühren und Sponsorengelder aus der Wirtschaft genutzt werden.

Hochschulen sollen im Fachstudium selbst mehr Wert auf die Anwendung von Soft Skills legen. Die erfolgreiche Teilnahme an Soft-Skill-Seminaren sollte außerdem in Form von Credits auf die Studienleistungen angerechnet werden.

Die fünf Preise für die besten Wettbewerbsbeiträge in einer Gesamthöhe von 15.000 Euro wurden am 30. April in München im Rahmen eines Festakts vergeben. Schirmherr des Wettbewerbs war Prof. Dr. Michael Frenkel, Rektor der WHU Otto Beisheim School of Management. Jurymitglieder waren Dr. Thomas Fritz, Director of Recruiting bei McKinsey, Joachim Nickut, Leiter Personalwesen bei Bosch in Blaichach und Dr. Hans-Henning Kappel, Leiter des Zentrums für Weiterbildung der Universität Frankfurt.