» Beiträge der Preisträger: Kurze Zusammenfassung

EINER von zwei ERSTEN PLÄTZEN: Johanna Schubert, LMU München

Center für Karriere und Chancen – CKC

Das Center für Karriere und Chancen ist die Dachorganisation für drei Gruppen von Soft-Skill-Angeboten:

 

  1. klassische Soft-Skill-Trainings
  2. Bewerbungstrainings
  3. Volunteering & Internship Opportunities

Das CKC führt diese Angebote in erster Linie nicht selbst durch, sondern koordiniert, bewirbt und vermittelt bestehende Angebote. Oft gibt es zahlreiche Anbieter für Seminare aus dem Soft-Skill-Bereich und auch ein erhebliches Interesse der Studenten, aber diese finden nicht unbedingt zusammen. Darüber hinaus sind Einsätze in gemeinnützigen Organisationen eine gute Möglichkeit, soziale Kompetenzen zu erwerben und zu trainieren, daher der dritte Baustein.

 

Zentrales Anliegen des CKC ist es, den Studenten das aktuelle Trainingsangebot verschiedener Organisationen vor Ort bekannt und leichter zugänglich zu machen, qualitativ hochwertige und thematisch breitgefächerte Förderung von Schlüsselqualifikationen zu ermöglichen, dabei jedoch zum anderen Investitions- und laufende Kosten möglichst gering zu halten.

 

Das A und O des CKC ist das Marketing. Die Angebote sind für die Studenten freiwillig, aber sie müssen davon erfahren und motiviert werden. Dafür wird auf Mund-zu-Mund-Propaganda gesetzt, die durch Flyer, Plakate, regelmäßige E-Mails von der Uni-Verwaltung und vor allem die zentrale Internetseite unterstützt wird. Um auch für Studenten mit besten Arbeitsmarktaussichten attraktiv zu werden, sind Teaser wie z. B. Flirttraninigs vorgesehen.

Ein wesentlicher Aspekt ist auch das Qualitätsmanagement. Mit begleitenden Evaluationen wird ein durchgängig hohes Niveau der Angebote sichergestellt.


EINER von zwei ERSTEN PLÄTZEN: Guido Hardieck, Alexander Styles, Arne Tutschapsky und Hauke Vierke, WWU Münster

 

Der zentrale Gedanke dieses Konzeptes ist kurz und prägnant: Mit den Bausteinen Fordern und Fördern werden die drei Kompetenzbereiche Selbstreflexion, Methodik und Soziales Verhalten abgedeckt.

Baustein Fördern:

Kick-Off zum Einstieg

Ein Block-Seminar an einem Wochenende im ersten Semester stellt den Rahmen dar für eine intensive Auseinandersetzung mit den Soft-Skills. Die Grundlagen für die Kompetenzbereiche Selbstreflexion, Methodik und Soziales Verhalten werden gelegt. Die Studierenden werden für die Notwendigkeit von Eigeninitiative und Verantwortung sensibilisiert. In den Bereichen Rhetorik, Präsentationstechniken und Zeitmanagement erhalten sie erste methodische Anleitung.

Mentoren

Ältere Semester stehen den Studienanfängern mit Rat und Tat zur Seite. Sie bieten qualifizierte Hilfestellung bei formalen und inhaltlichen Fragen zu Präsenstationen, Hausarbeiten oder Referaten. Ein Career Center vermittelt die Mentoren ebenso wie Praktikumsplätze und stellt Informationen zum Thema Soft-Skills bereit.

Aufbauseminare

Die Studenten besuchen selbst gewählte Seminare zu Soft-Skill-Themen aus den drei Kompetenzbereichen Selbstreflexion, Methodik und Soziales Verhalten.

 

Baustein Fordern:

 

Jeder Student muß im Laufe seines Studiums eine eigenständige Projektarbeit aus dem Soft-Skill-Bereich erstellen, die auf dem Diploma Supplement erscheint. Das Projekt sollte zeitlich und sachlich von den Studierenden eingegrenzt werden, so dass eine klare Zielvorgabe und effektives Zeitmanagement erkennbar ist. Eine Reflexion muss mit der Arbeit eingereicht werden.

Als Forum für einen studentischen Präsentationswettbewerb dient das Soft- Skill-Symposium. Zudem diskutieren und präsentieren dort Profis aus der Praxis ihren Standpunkt zu Soft-Skills.


DRITTER PLATZ: Wolfgang Scherl, Nottingham University

 

In einem 2-Tages-Training werden die Studenten in Soft-Skill-Bereichen geschult, deren Verbesserung durch das Training der Autor wissenschaftlich nachgewiesen hat.

 

Grundlage ist das Awareness-Reflection-Management. Dabei ist die erste Dimension (Awareness) die Bewusstwerdung unserer eigenen Wahrnehmung, die zweite Dimension (Reflection) die Reflexion der wahrgenommenen Emotionen, Eindrücke und Informationen, und die dritte Dimension (Management) zeigt auf, wie wir mit uns und unseren Mitmenschen bewusst, achtsam und intelligent umgehen können. Alle drei Dimensionen berücksichtigen sowohl inter- als auch intrapersonale Aspekte.

 

Das Training ist in sechs Schritte aufgeteilt. Der erste Trainingsschritt zeigt den Nutzen auf, den Soft Skills in verschiedenen Bereichen im Management generieren können. Im zweiten Schritt werden persönliche Einstellungen und Tendenzen hinterfragt und inwieweit sie konstruktiv oder destruktiv das persönliche Verhalten beeinflussen können. Der dritte Schritt behandelt Filmsequenzen, um die intrapersonale Wahrnehmung zu verbessern. Am zweiten Tag wird im 4. Trainingsschritt die Transaktionsanalyse behandelt, die Aufschluss darüber geben soll, wie wir Menschen miteinander kommunizieren, interagieren und Feedback geben. Der fünfte Schritt konzentriert sich auf Empathie und non-verbale Kommunikation – welche Informationen nicht verbal artikuliert werden und dennoch wahrnehmbar sind. Im sechsten Schritt werden konfliktreiche Situationen dargestellt und Lösungen erarbeitet, die sich besonders in Teamsituationen als hilfreich erweisen.

Das Training lässt sich auch als zwei- oder vierstündiges Seminar in den regulären studentischen Stundenplan integrieren.


Die kurze Fassung der Beiträge auf Platz 4. und 5. können Sie hier lesen.